<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu Realität-Zukunft</title>
	<atom:link href="http://www.realitaet-zukunft.de/comments/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.realitaet-zukunft.de</link>
	<description>Politische, wirtschaftliche und soziale Fragen, Entwürfe und Ansätze : Realität und mögliche Zukünfte</description>
	<pubDate>Sun, 20 May 2012 17:25:10 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
		<item>
		<title>Kommentare von Reimond zu Mit dem Börsenkrash kommt die Angst</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2008/10/03/mit-dem-borsenkrash-kommt-die-angst/#comment-24406</link>
		<dc:creator>Reimond</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 16:23:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=54#comment-24406</guid>
		<description>Wir befinden uns mitten in der Bankenkrise. Damit ist in erster Linie das Nichtfunktionieren des weltweiten Geldkreislaufs gemeint. Wir haben aber auch eine Vertrauenskrise in das derzeitige Finanz- und Wirtschaftssystem! Oder wie ist es möglich, dass der Kurs  der Volkswagenaktie auf max. 1005,01 € steigen konnte. Da wird von Porsche eine Nachricht gestreut, dass man den Anteil von VW in Form von Stammaktien auf 42,6 % erhöht habe und eine Option auf weitere 31,5 % der Aktien von Volkswagen zu einem festen Kurs habe. Das Ziel von Porsche sind 75 % des Gesamtpakets von Stammaktien von VW und damit die Durchsetzung eines Beherrschungsvertrages.
Die perverse Logik der Börse funktioniert so, dass mit der Ankündigung auf Schaffung dieses Beherrschungsvertrages von VW durch Porsche und damit verbunden eine Aushöhlung des VW-Gesetzes und dem Abbau von Arbeitnehmerinteressen und der voraussichtlichen Kündigung des Haustarifs der Aktienkurs des Unternehmens steigt. Diese jetzige Dimensionen konnte selbst die mächtige Familie Porsche nicht abschätzen. Die aber gehofft hatte, mit der Nachricht VW künftig zu beherrschen, den Kurs der VW-Aktie zum steigen zu bringen. Darauf zu spekulieren, dass Anteilseigner sich bei einem guten Kurs der Aktie, bei dem allgemeinen Katzengejammer der Börse, von ihren Papieren trennen würden, damit diese von Porsche aufgekauft werden könnten. 
Der Arbeitnehmer wird nur noch zum Spielball von Finanzinteressen. Der neue Aufsichtrat wird bei der Beteiligung der Arbeitnehmervertreter zu gleichen Teilen von VW und Porsche besetzt, obwohl VW fast 30x mehr Mitarbeiter hat. Die VW-Arbeitnehmervertreter können sich schon mal auf den harten Kurs von Porsche gegenüber seinen Arbeitnehmervertretern einstellen. Zurück zur Finanzkrise: Es zählt nicht mehr das gute, einvernehmliche und demokratisch ausgehandelte Wirtschaften eines Unternehmens. Sobald die Börse ins Spiel kommt haben die Verantwortlichen nur noch Dollar und Euro-Zeichen in den Augen. Moral zählt dann nicht mehr. Die Manager eines aktiendotierten Unternehmens sind nur kurz in der Verantwortung der Wirtschaftspolitik. In dieser Zeit tun sie alles um ihr Scherflein ins Trockene zu bringen und handeln ansonsten  nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut"
Müssen wir diesem Treiben tatenlos zusehen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir befinden uns mitten in der Bankenkrise. Damit ist in erster Linie das Nichtfunktionieren des weltweiten Geldkreislaufs gemeint. Wir haben aber auch eine Vertrauenskrise in das derzeitige Finanz- und Wirtschaftssystem! Oder wie ist es möglich, dass der Kurs  der Volkswagenaktie auf max. 1005,01 € steigen konnte. Da wird von Porsche eine Nachricht gestreut, dass man den Anteil von VW in Form von Stammaktien auf 42,6 % erhöht habe und eine Option auf weitere 31,5 % der Aktien von Volkswagen zu einem festen Kurs habe. Das Ziel von Porsche sind 75 % des Gesamtpakets von Stammaktien von VW und damit die Durchsetzung eines Beherrschungsvertrages.<br />
Die perverse Logik der Börse funktioniert so, dass mit der Ankündigung auf Schaffung dieses Beherrschungsvertrages von VW durch Porsche und damit verbunden eine Aushöhlung des VW-Gesetzes und dem Abbau von Arbeitnehmerinteressen und der voraussichtlichen Kündigung des Haustarifs der Aktienkurs des Unternehmens steigt. Diese jetzige Dimensionen konnte selbst die mächtige Familie Porsche nicht abschätzen. Die aber gehofft hatte, mit der Nachricht VW künftig zu beherrschen, den Kurs der VW-Aktie zum steigen zu bringen. Darauf zu spekulieren, dass Anteilseigner sich bei einem guten Kurs der Aktie, bei dem allgemeinen Katzengejammer der Börse, von ihren Papieren trennen würden, damit diese von Porsche aufgekauft werden könnten.<br />
Der Arbeitnehmer wird nur noch zum Spielball von Finanzinteressen. Der neue Aufsichtrat wird bei der Beteiligung der Arbeitnehmervertreter zu gleichen Teilen von VW und Porsche besetzt, obwohl VW fast 30x mehr Mitarbeiter hat. Die VW-Arbeitnehmervertreter können sich schon mal auf den harten Kurs von Porsche gegenüber seinen Arbeitnehmervertretern einstellen. Zurück zur Finanzkrise: Es zählt nicht mehr das gute, einvernehmliche und demokratisch ausgehandelte Wirtschaften eines Unternehmens. Sobald die Börse ins Spiel kommt haben die Verantwortlichen nur noch Dollar und Euro-Zeichen in den Augen. Moral zählt dann nicht mehr. Die Manager eines aktiendotierten Unternehmens sind nur kurz in der Verantwortung der Wirtschaftspolitik. In dieser Zeit tun sie alles um ihr Scherflein ins Trockene zu bringen und handeln ansonsten  nach dem Motto: &#8220;Nach mir die Sintflut&#8221;<br />
Müssen wir diesem Treiben tatenlos zusehen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Mike zu Wir haben nichts aus der Geschichte gelernt</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2007/05/29/wir-haben-nichts-aus-der-geschichte-gelernt/#comment-18325</link>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 May 2007 20:14:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/2007/05/29/wir-haben-nichts-aus-der-geschichte-gelernt/#comment-18325</guid>
		<description>Zur Ergänzung Deiner Anführungen kann der folgende Blog dienen:
&lt;a href="http://mittenwald.blogsport.de/" rel="nofollow"&gt;Nie wieder Faschismus! Nie wieder Horrido!&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Ergänzung Deiner Anführungen kann der folgende Blog dienen:<br />
<a href="http://mittenwald.blogsport.de/" rel="nofollow">Nie wieder Faschismus! Nie wieder Horrido!</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Reimond zu Zum &#8220;Friedenseinsatz&#8221; der Bundesmarine im Libanon</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/09/15/48/#comment-448</link>
		<dc:creator>Reimond</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 19:55:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/2006/09/15/48/#comment-448</guid>
		<description>Jetzt ist es also passiert. Der Bundestag hat dem Einsatz im Libanon zugestimmt. Nur die Fraktion der Linken und der FDP hat dagegen gestimmt und einzelne Abgeordnete von Grünen, SPD und CDU/CSU. Letztendlich ist ein Votum von über 80 % für den Einsatz entstanden. Erstaunlicherweise haben repräsentative Meinungsumfragen auf der Straße genau ein gegensätzliches Bild bei den Bürgerinnen und Bürgern ergeben, nämlich über 90% Ablehnung des Libanon-Einsatzes.
Schon sehr bezeichnend wie weit die Regierungspolitik vom Bürger weg ist. &lt;!--more--&gt;Unsere Regierungsvertreter haben als Begründung die Verpflichtung, die man gegenüber Israel empfindet angegeben. Was für eine Doppelmoral! Es geht also nicht um eine einigermaßen neutrale Haltung im Nahost-Konflikt, sondern es wird offen bekundet, dass man sich zum Erfüllungsgehilfen einer völkerrechtswidrigen Politik Israels machen will. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, ich verneine nicht das Existenzrecht Israels in Palästina. Doch mit Waffen kann kein Frieden gesichert werden! Hier geht es um die Macht des Stärkeren, der es gar nicht nötig hat mit den Kleineren (der einheimischen Bevölkerung) zu verhandeln. Hier wird ein berechtigter Widerstandskampf als Terror diffamiert. Ich lehne auch die Gewalt der Hisbollah und ihrer Attentate ab, da sie in überwiegendem Maß nicht unmittelbar betroffene Menschen trifft. Hier wird eine Gewaltspirale in Gang gesetzt, die bereits eskaliert ist und von der nur Rüstungskonzerne in aller Welt profitieren. Der deutsche Einsatz im Libanon kostet jährlich über 150 Mill. Euro und Werften wie HDW oder Blohm und Voss können ihre neusten Schiffe und Wehrtechnik zur Schau stellen. Ein Hoch auf den Aufschwung dieser Regierung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es also passiert. Der Bundestag hat dem Einsatz im Libanon zugestimmt. Nur die Fraktion der Linken und der FDP hat dagegen gestimmt und einzelne Abgeordnete von Grünen, SPD und CDU/CSU. Letztendlich ist ein Votum von über 80 % für den Einsatz entstanden. Erstaunlicherweise haben repräsentative Meinungsumfragen auf der Straße genau ein gegensätzliches Bild bei den Bürgerinnen und Bürgern ergeben, nämlich über 90% Ablehnung des Libanon-Einsatzes.<br />
Schon sehr bezeichnend wie weit die Regierungspolitik vom Bürger weg ist. <!--more-->Unsere Regierungsvertreter haben als Begründung die Verpflichtung, die man gegenüber Israel empfindet angegeben. Was für eine Doppelmoral! Es geht also nicht um eine einigermaßen neutrale Haltung im Nahost-Konflikt, sondern es wird offen bekundet, dass man sich zum Erfüllungsgehilfen einer völkerrechtswidrigen Politik Israels machen will. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, ich verneine nicht das Existenzrecht Israels in Palästina. Doch mit Waffen kann kein Frieden gesichert werden! Hier geht es um die Macht des Stärkeren, der es gar nicht nötig hat mit den Kleineren (der einheimischen Bevölkerung) zu verhandeln. Hier wird ein berechtigter Widerstandskampf als Terror diffamiert. Ich lehne auch die Gewalt der Hisbollah und ihrer Attentate ab, da sie in überwiegendem Maß nicht unmittelbar betroffene Menschen trifft. Hier wird eine Gewaltspirale in Gang gesetzt, die bereits eskaliert ist und von der nur Rüstungskonzerne in aller Welt profitieren. Der deutsche Einsatz im Libanon kostet jährlich über 150 Mill. Euro und Werften wie HDW oder Blohm und Voss können ihre neusten Schiffe und Wehrtechnik zur Schau stellen. Ein Hoch auf den Aufschwung dieser Regierung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Reimond zu Leben mit Hartz IV</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/05/29/leben-mit-hartz-iv/#comment-447</link>
		<dc:creator>Reimond</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2006 14:18:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=46#comment-447</guid>
		<description>Der Fatalismus und die Selbstgefälligkeit des letzten Kommentars lassen mich erschrecken. Wenn ich von Armut a la Hartz IV nicht betroffen bin, müssen mich die gesellschaftlichen Veränderungen, die damit zu tun haben, nicht schrecken, so der Gedanke im letzten Kommentar. Auch ich habe persönlich nichts mit der Realität eines Hartz IV-Haushaltes zu tun, doch sorge ich mich, wie es den Menschen geht und diese verändert, wie es unsere Gesellschaft verändert.
Was wird passieren, wenn wir die Realität von Hartz IV noch über Jahre wahrnehmen dürfen? Es entwickeln sich Parallelgesellschaften. Auf der einen Seite stehen "die Gewinner", auf der anderen Seite "die Verlierer" einer solchen Entwicklung. Nur es hat irgendwann nichts mehr mit Demokratie zu tun! "Die Gewinner" müssen sich vor der Wut des Mobbs schützen.
Eine offene und pluralistische Gesellschaft sieht anderes aus.
Zum Hohn hat mein Vorredner noch behauptet, an der rechtlichen Situation eines Hartz IV Empfängers ändert sich ja auch nichts durch die neuen Regelungen. Doch ist diese Sichtweise eine schlimme Reduzierung der gesellschaftlichen Realität. Rechte und Pflichten können zwar auf dem Papier stehen, aber durch die eklatante Einkommenssituation eines Hartz IV Empfängers ist auch dessen Würde angegriffen und nur die Wenigsten werden sich noch offensiv hinstellen und darstellen, dass sie zur Gemeinde der Hartz IV Empfänger gehören. Mein Vorredner schafft es nicht oder will es nicht, sich mit dieser Realität auseinander zu setzen. Meine Befürchtung ist nur, dass ein heutiges Leugnen dieser gesellschaftlichen Wirklichkeit uns in 10 Jahren einholen wird.
Man kann lange die Augen vor den künftigen Entwicklungen verschließen, nur irgendwann lassen sich gewisse Marker nicht mehr übersehen, dann so befürchte ich, ist es zu spät. 
Aber so etwas hatte die deutsche Geschichte schon vor über 70 Jahren schon einmal.
Natürlich kann man mir Panikmache vorwerfen, aber der Leser sollte nicht leichtfertig diese Zeilen abtun, sondern mal über die heutige Realität nachdenken und überlegen: „Was alles nicht stimmt“ und „Was kann ich tun, damit diese Realität lebenswerter, liebenswerter wird?“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fatalismus und die Selbstgefälligkeit des letzten Kommentars lassen mich erschrecken. Wenn ich von Armut a la Hartz IV nicht betroffen bin, müssen mich die gesellschaftlichen Veränderungen, die damit zu tun haben, nicht schrecken, so der Gedanke im letzten Kommentar. Auch ich habe persönlich nichts mit der Realität eines Hartz IV-Haushaltes zu tun, doch sorge ich mich, wie es den Menschen geht und diese verändert, wie es unsere Gesellschaft verändert.<br />
Was wird passieren, wenn wir die Realität von Hartz IV noch über Jahre wahrnehmen dürfen? Es entwickeln sich Parallelgesellschaften. Auf der einen Seite stehen &#8220;die Gewinner&#8221;, auf der anderen Seite &#8220;die Verlierer&#8221; einer solchen Entwicklung. Nur es hat irgendwann nichts mehr mit Demokratie zu tun! &#8220;Die Gewinner&#8221; müssen sich vor der Wut des Mobbs schützen.<br />
Eine offene und pluralistische Gesellschaft sieht anderes aus.<br />
Zum Hohn hat mein Vorredner noch behauptet, an der rechtlichen Situation eines Hartz IV Empfängers ändert sich ja auch nichts durch die neuen Regelungen. Doch ist diese Sichtweise eine schlimme Reduzierung der gesellschaftlichen Realität. Rechte und Pflichten können zwar auf dem Papier stehen, aber durch die eklatante Einkommenssituation eines Hartz IV Empfängers ist auch dessen Würde angegriffen und nur die Wenigsten werden sich noch offensiv hinstellen und darstellen, dass sie zur Gemeinde der Hartz IV Empfänger gehören. Mein Vorredner schafft es nicht oder will es nicht, sich mit dieser Realität auseinander zu setzen. Meine Befürchtung ist nur, dass ein heutiges Leugnen dieser gesellschaftlichen Wirklichkeit uns in 10 Jahren einholen wird.<br />
Man kann lange die Augen vor den künftigen Entwicklungen verschließen, nur irgendwann lassen sich gewisse Marker nicht mehr übersehen, dann so befürchte ich, ist es zu spät.<br />
Aber so etwas hatte die deutsche Geschichte schon vor über 70 Jahren schon einmal.<br />
Natürlich kann man mir Panikmache vorwerfen, aber der Leser sollte nicht leichtfertig diese Zeilen abtun, sondern mal über die heutige Realität nachdenken und überlegen: „Was alles nicht stimmt“ und „Was kann ich tun, damit diese Realität lebenswerter, liebenswerter wird?“</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von multze zu Leben mit Hartz IV</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/05/29/leben-mit-hartz-iv/#comment-446</link>
		<dc:creator>multze</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2006 19:48:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=46#comment-446</guid>
		<description>&lt;i&gt;An ihrem Kommentar wird offensichtlich, dass sich hier zwei politische Wege gegenüberstehen. Der eine Weg (mein Weg) fordert die Solidarität der Leistungsstarken der Gesellschaft gegenüber den Leistungsschwachen ein, ihr beschriebener Weg verlässt diesen solidarischen Weg, mit der Begründung, die “Leistungsschwachen” hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht. Das geht natürlich nicht!?&lt;/i&gt; Ich bin nicht der Meinung, dass mein Kommentar diesen Schluss erlaubt. Ich bin weder dafür, den solidarischen Weg zu verlassen noch hege ich den Verdacht, »die “Leistungsschwachen” hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht«. Im Gegenteil: Sie leiden vielmehr massiv unter der grobnetzigen Gitterstrukter der Hängematte, durch die vieles hindurch fällt, was zu ihrer Identität gehört! Von Gemütlichkeit kann ich da nicht mehr reden.

&lt;i&gt;Inzwischen hat sich die gesellschaftliche Realität deutlich verändert. Bis vor der Öffnung des “Ostblocks” und der Wiedervereinigung mussten sich die Firmenchefs im Wesentlichen an den regionalen Bedingungen Westeuropas orientieren, d.h. sie hatten nicht den Spielraum “Menschen zu erpressen, wie heute”. Natürlich wird gleich eingewendet, wir hätten keine andere Wahl, weil Staaten wie China bzw. ihre Wirtschaftsmacht uns sonst überfahren würden.&lt;/i&gt; Weder die Integration Osteuropas noch die Macht Chinas oder Indiens sind allein Schlüssel für die wirtschaftliche Gesamtsituation. Der deutschen Wirtschaft geht es nur deshalb noch vergleichsweise gut, weil die Europäischen Schutzgesetze auch uns schützen - so fragwürdig dies auch sein mag. Mittel- bis langfristig können wir unsere Wirtschaft nicht von der Weltentwicklung loskoppeln, und da werden noch wesentlich größere Aufholkämpfe von uns verloren werden.

&lt;i&gt;Aber wer stellt kritische Fragen nach der Ausrichtung von Konzernen (Orientierung)? Würden wir uns nach regionalen Märkten orientieren, könnten sich die Firmen an den Bedürfnissen der ortsansässigen Menschen orientieren und nicht umgekehrt, so wie es heute ist und noch verdienen.&lt;/i&gt; Gott sei Dank legen die Firmen und Konzerne selbst fest, welche Produkte sie für welchen Markt produzieren wollen. Damit bleibt ihnen wenigstens die blinde Ausrichtung auf ideologisch vorgegebene Zielgruppen erspart, die u.a. die DDR wirtschaftlich zugrunde gerichet hat.

&lt;i&gt;Ein zweiter Teufel der Globalisierung ist die Börse, die gegen eine langfristige Ausrichtung von Wirtschaftszielen ist. Was zählt ist der kurzfristige Profit! Zu einem Großteil werden die Firmenlenker noch durch Gewinnoptionen an dieser fatalen Entwicklung beteiligt.&lt;/i&gt; Sofern sie ihr Unternehmen an der Börse positioniert haben. Das ist aber nur für Großbetriebe der Fall, die in Deutschland nur 8 % der Wirtschaftspotenz und 5 % der Arbeitsplätze stellen. Entscheidend für die deutsche Wirtschaft sind der Mittelstand und Kleinbetriebe. Und die sind strukturell bedingt an langfristigem Bestand und gleichmäßiger Auslastung interessiert. Der »Teufel Börse« spielt also nur in den Schlagzeilen eine größere, in der Wirklichkeit aber nur eine untergeordnete Rolle.

&lt;i&gt;Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, (natürlich mit Absicht), dass Wenige im Prozess der Globalisierung vom Niedergang des Staates profitieren. So verdienen, einige an der erdrückenden Schuldenlast des Staates. Das ist in meinen Augen höchst unmoralisch!&lt;/i&gt; Die Deutsche Bank hat noch nie zu den Musterknaben der Wirtschaft gezählt, weder im Dritten Reich noch unter Ackermann. Warum betreibt der Staat nicht selbst eine Bank, bei der er sich das nötige Geld leiht? Hätten die Bürger kein Vertrauen in eine solche Bank? Weil sie fürchten, dass diese staatlich betriebene Bank genauso kompromittiv agieren würde wie die gewerkschaftseigene BfG?

&lt;i&gt;Wenn Sie in der Diskussion darauf verweisen, dass wir schon immer “das Recht des Stärkeren hatten”, was auch gut so sei, zeugt es von einem mangelnden Demokratieverständnis.&lt;/i&gt; Aber von Realitätssinn und Beobachtungsvermögen!

&lt;i&gt;Die “Schwachen” haben nicht die Möglichkeiten sich gegen die “Starken” zu wehren, dafür haben wir einen Staat.&lt;/i&gt; »Der Staat ist dazu da, die bestehenden Ungerechtheiten zu zementieren«, formulierte schon Jacques Feyer in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts (in einem sehr sozialkritischen Film, der aktueller denn je ist). An dieser Analyse ist seitdem nichts falsch geworden. Der Staat wird trotz Demokratie nämlich von den Mächtigen gemacht, die ihre persönliche Chance zur Macht zu nutzen verstanden. Und von solchen Initiatoren lebt nicht nur unsere Demokratie sondern auch unsere Gesellschaft.

&lt;i&gt;Folgerichtig fordern Sie eine Deregulierung und damit zurück zum Darwinismus. Wozu brauchen wir eine Demokratie, wenn sie doch die “Starken” nur an ihrem rasanten Fortkommen hindert? Das darf natürlich öffentlich nicht so genannt werden, also leben wir in einer Scheindemokratie. Nach dem Motto: “Man darf alles sagen, aber keiner hört zu”. Nach der Devise werden auch die Menschen in diesem Staat von den Medien vor allem durchs Fernsehen “verdummt”. Brot und Spiele, wie im “alten Rom”. Was hat uns die Geschichte bezüglich des “alten Roms” gelehrt?&lt;/i&gt; Also, abgesehen davon, dass ich dies alles nicht fordere, enthält der Absatz doch zahlreiche zutreffende Beobachtungen. Insbesondere sorgen die Mächtigen des Staates für das Wohl derjenigen, die sie gewählt haben. In der Hoffnung, wiedergewählt zu werden. So wie die Gewerkschaften sich für diejenigen einsetzen, die Gewerkschaftsbeiträge zahlen - aber absolut nicht für die Arbeitslosen, die ja keine Beiträge zahlen. Doch wie gesagt: Ich fordere  nichts davon, beobachte es aber.

&lt;i&gt;Wenn wir es nicht schaffen eine Solidarität zwischen den “Starken” und “Schwachen” der Gesellschaft zu erreichen, droht uns das gleiche Schicksal, wie dem “alten Rom”. Wobei es dann kein Schicksal wäre!&lt;/i&gt; Jede Gesellschaft, die an ihrer Zeit vorbei lebt, verdient kein anderes Los als unterzugehen. Wir sind nicht weit davon entfernt, das zu schaffen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>An ihrem Kommentar wird offensichtlich, dass sich hier zwei politische Wege gegenüberstehen. Der eine Weg (mein Weg) fordert die Solidarität der Leistungsstarken der Gesellschaft gegenüber den Leistungsschwachen ein, ihr beschriebener Weg verlässt diesen solidarischen Weg, mit der Begründung, die “Leistungsschwachen” hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht. Das geht natürlich nicht!?</i> Ich bin nicht der Meinung, dass mein Kommentar diesen Schluss erlaubt. Ich bin weder dafür, den solidarischen Weg zu verlassen noch hege ich den Verdacht, »die “Leistungsschwachen” hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht«. Im Gegenteil: Sie leiden vielmehr massiv unter der grobnetzigen Gitterstrukter der Hängematte, durch die vieles hindurch fällt, was zu ihrer Identität gehört! Von Gemütlichkeit kann ich da nicht mehr reden.</p>
<p><i>Inzwischen hat sich die gesellschaftliche Realität deutlich verändert. Bis vor der Öffnung des “Ostblocks” und der Wiedervereinigung mussten sich die Firmenchefs im Wesentlichen an den regionalen Bedingungen Westeuropas orientieren, d.h. sie hatten nicht den Spielraum “Menschen zu erpressen, wie heute”. Natürlich wird gleich eingewendet, wir hätten keine andere Wahl, weil Staaten wie China bzw. ihre Wirtschaftsmacht uns sonst überfahren würden.</i> Weder die Integration Osteuropas noch die Macht Chinas oder Indiens sind allein Schlüssel für die wirtschaftliche Gesamtsituation. Der deutschen Wirtschaft geht es nur deshalb noch vergleichsweise gut, weil die Europäischen Schutzgesetze auch uns schützen - so fragwürdig dies auch sein mag. Mittel- bis langfristig können wir unsere Wirtschaft nicht von der Weltentwicklung loskoppeln, und da werden noch wesentlich größere Aufholkämpfe von uns verloren werden.</p>
<p><i>Aber wer stellt kritische Fragen nach der Ausrichtung von Konzernen (Orientierung)? Würden wir uns nach regionalen Märkten orientieren, könnten sich die Firmen an den Bedürfnissen der ortsansässigen Menschen orientieren und nicht umgekehrt, so wie es heute ist und noch verdienen.</i> Gott sei Dank legen die Firmen und Konzerne selbst fest, welche Produkte sie für welchen Markt produzieren wollen. Damit bleibt ihnen wenigstens die blinde Ausrichtung auf ideologisch vorgegebene Zielgruppen erspart, die u.a. die DDR wirtschaftlich zugrunde gerichet hat.</p>
<p><i>Ein zweiter Teufel der Globalisierung ist die Börse, die gegen eine langfristige Ausrichtung von Wirtschaftszielen ist. Was zählt ist der kurzfristige Profit! Zu einem Großteil werden die Firmenlenker noch durch Gewinnoptionen an dieser fatalen Entwicklung beteiligt.</i> Sofern sie ihr Unternehmen an der Börse positioniert haben. Das ist aber nur für Großbetriebe der Fall, die in Deutschland nur 8 % der Wirtschaftspotenz und 5 % der Arbeitsplätze stellen. Entscheidend für die deutsche Wirtschaft sind der Mittelstand und Kleinbetriebe. Und die sind strukturell bedingt an langfristigem Bestand und gleichmäßiger Auslastung interessiert. Der »Teufel Börse« spielt also nur in den Schlagzeilen eine größere, in der Wirklichkeit aber nur eine untergeordnete Rolle.</p>
<p><i>Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, (natürlich mit Absicht), dass Wenige im Prozess der Globalisierung vom Niedergang des Staates profitieren. So verdienen, einige an der erdrückenden Schuldenlast des Staates. Das ist in meinen Augen höchst unmoralisch!</i> Die Deutsche Bank hat noch nie zu den Musterknaben der Wirtschaft gezählt, weder im Dritten Reich noch unter Ackermann. Warum betreibt der Staat nicht selbst eine Bank, bei der er sich das nötige Geld leiht? Hätten die Bürger kein Vertrauen in eine solche Bank? Weil sie fürchten, dass diese staatlich betriebene Bank genauso kompromittiv agieren würde wie die gewerkschaftseigene BfG?</p>
<p><i>Wenn Sie in der Diskussion darauf verweisen, dass wir schon immer “das Recht des Stärkeren hatten”, was auch gut so sei, zeugt es von einem mangelnden Demokratieverständnis.</i> Aber von Realitätssinn und Beobachtungsvermögen!</p>
<p><i>Die “Schwachen” haben nicht die Möglichkeiten sich gegen die “Starken” zu wehren, dafür haben wir einen Staat.</i> »Der Staat ist dazu da, die bestehenden Ungerechtheiten zu zementieren«, formulierte schon Jacques Feyer in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts (in einem sehr sozialkritischen Film, der aktueller denn je ist). An dieser Analyse ist seitdem nichts falsch geworden. Der Staat wird trotz Demokratie nämlich von den Mächtigen gemacht, die ihre persönliche Chance zur Macht zu nutzen verstanden. Und von solchen Initiatoren lebt nicht nur unsere Demokratie sondern auch unsere Gesellschaft.</p>
<p><i>Folgerichtig fordern Sie eine Deregulierung und damit zurück zum Darwinismus. Wozu brauchen wir eine Demokratie, wenn sie doch die “Starken” nur an ihrem rasanten Fortkommen hindert? Das darf natürlich öffentlich nicht so genannt werden, also leben wir in einer Scheindemokratie. Nach dem Motto: “Man darf alles sagen, aber keiner hört zu”. Nach der Devise werden auch die Menschen in diesem Staat von den Medien vor allem durchs Fernsehen “verdummt”. Brot und Spiele, wie im “alten Rom”. Was hat uns die Geschichte bezüglich des “alten Roms” gelehrt?</i> Also, abgesehen davon, dass ich dies alles nicht fordere, enthält der Absatz doch zahlreiche zutreffende Beobachtungen. Insbesondere sorgen die Mächtigen des Staates für das Wohl derjenigen, die sie gewählt haben. In der Hoffnung, wiedergewählt zu werden. So wie die Gewerkschaften sich für diejenigen einsetzen, die Gewerkschaftsbeiträge zahlen - aber absolut nicht für die Arbeitslosen, die ja keine Beiträge zahlen. Doch wie gesagt: Ich fordere  nichts davon, beobachte es aber.</p>
<p><i>Wenn wir es nicht schaffen eine Solidarität zwischen den “Starken” und “Schwachen” der Gesellschaft zu erreichen, droht uns das gleiche Schicksal, wie dem “alten Rom”. Wobei es dann kein Schicksal wäre!</i> Jede Gesellschaft, die an ihrer Zeit vorbei lebt, verdient kein anderes Los als unterzugehen. Wir sind nicht weit davon entfernt, das zu schaffen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Reimond zu Leben mit Hartz IV</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/05/29/leben-mit-hartz-iv/#comment-445</link>
		<dc:creator>Reimond</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2006 21:07:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=46#comment-445</guid>
		<description>Danke für ihren Kommentar.
An ihrem Kommentar wird offensichtlich, dass sich hier zwei politische Wege gegenüberstehen. Der eine Weg (mein Weg) fordert die Solidarität der Leistungsstarken der Gesellschaft gegenüber den Leistungsschwachen ein, ihr beschriebener Weg verlässt diesen solidarischen Weg, mit der Begründung, die "Leistungsschwachen" hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht. Das geht natürlich nicht!? 
Inzwischen hat sich die gesellschaftliche Realität deutlich verändert. Bis vor der Öffnung des "Ostblocks" und der Wiedervereinigung mussten sich die Firmenchefs im Wesentlichen an den regionalen Bedingungen Westeuropas orientieren, d.h. sie hatten nicht den Spielraum "Menschen zu erpressen, wie heute". Natürlich wird gleich eingewendet, wir hätten keine andere Wahl, weil Staaten wie China bzw. ihre Wirtschaftsmacht uns sonst überfahren würden. Aber wer stellt kritische Fragen nach der Ausrichtung von Konzernen (Orientierung)? Würden wir uns nach regionalen Märkten orientieren, könnten sich die Firmen an den Bedürfnissen der ortsansässigen Menschen orientieren und nicht umgekehrt, so wie es heute ist und noch verdienen. Ein zweiter Teufel der Globalisierung ist die Börse, die gegen eine langfristige Ausrichtung von Wirtschaftszielen ist. Was zählt ist der kurzfristige Profit! Zu einem Großteil werden die Firmenlenker noch durch Gewinnoptionen an dieser fatalen Entwicklung beteiligt.
Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, (natürlich mit Absicht), dass Wenige im Prozess der Globalisierung vom Niedergang des Staates profitieren. So verdienen, einige an der erdrückenden Schuldenlast des Staates. Das ist in meinen Augen höchst unmoralisch!
Wenn Sie in der Diskussion darauf verweisen, dass wir schon immer "das Recht des Stärkeren hatten", was auch gut so sei, zeugt es von einem mangelnden Demokratieverständnis. Die "Schwachen" haben nicht die Möglichkeiten sich gegen die "Starken" zu wehren, dafür haben wir einen Staat. Folgerichtig fordern Sie eine Deregulierung und damit zurück zum Darwinismus. Wozu brauchen wir eine Demokratie, wenn sie doch die "Starken" nur an ihrem rasanten Fortkommen hindert? Das darf natürlich öffentlich nicht so genannt werden, also leben wir in einer Scheindemokratie. Nach dem Motto: "Man darf alles sagen, aber keiner hört zu". Nach der Devise werden auch die Menschen in diesem Staat von den Medien vor allem durchs Fernsehen "verdummt". Brot und Spiele, wie im "alten Rom". Was hat uns die Geschichte bezüglich des "alten Roms" gelehrt?
Wenn wir es nicht schaffen eine Solidarität zwischen den "Starken" und "Schwachen" der Gesellschaft zu erreichen, droht uns das gleiche Schicksal, wie dem "alten Rom". Wobei es dann kein Schicksal wäre!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für ihren Kommentar.<br />
An ihrem Kommentar wird offensichtlich, dass sich hier zwei politische Wege gegenüberstehen. Der eine Weg (mein Weg) fordert die Solidarität der Leistungsstarken der Gesellschaft gegenüber den Leistungsschwachen ein, ihr beschriebener Weg verlässt diesen solidarischen Weg, mit der Begründung, die &#8220;Leistungsschwachen&#8221; hätten es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht. Das geht natürlich nicht!?<br />
Inzwischen hat sich die gesellschaftliche Realität deutlich verändert. Bis vor der Öffnung des &#8220;Ostblocks&#8221; und der Wiedervereinigung mussten sich die Firmenchefs im Wesentlichen an den regionalen Bedingungen Westeuropas orientieren, d.h. sie hatten nicht den Spielraum &#8220;Menschen zu erpressen, wie heute&#8221;. Natürlich wird gleich eingewendet, wir hätten keine andere Wahl, weil Staaten wie China bzw. ihre Wirtschaftsmacht uns sonst überfahren würden. Aber wer stellt kritische Fragen nach der Ausrichtung von Konzernen (Orientierung)? Würden wir uns nach regionalen Märkten orientieren, könnten sich die Firmen an den Bedürfnissen der ortsansässigen Menschen orientieren und nicht umgekehrt, so wie es heute ist und noch verdienen. Ein zweiter Teufel der Globalisierung ist die Börse, die gegen eine langfristige Ausrichtung von Wirtschaftszielen ist. Was zählt ist der kurzfristige Profit! Zu einem Großteil werden die Firmenlenker noch durch Gewinnoptionen an dieser fatalen Entwicklung beteiligt.<br />
Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, (natürlich mit Absicht), dass Wenige im Prozess der Globalisierung vom Niedergang des Staates profitieren. So verdienen, einige an der erdrückenden Schuldenlast des Staates. Das ist in meinen Augen höchst unmoralisch!<br />
Wenn Sie in der Diskussion darauf verweisen, dass wir schon immer &#8220;das Recht des Stärkeren hatten&#8221;, was auch gut so sei, zeugt es von einem mangelnden Demokratieverständnis. Die &#8220;Schwachen&#8221; haben nicht die Möglichkeiten sich gegen die &#8220;Starken&#8221; zu wehren, dafür haben wir einen Staat. Folgerichtig fordern Sie eine Deregulierung und damit zurück zum Darwinismus. Wozu brauchen wir eine Demokratie, wenn sie doch die &#8220;Starken&#8221; nur an ihrem rasanten Fortkommen hindert? Das darf natürlich öffentlich nicht so genannt werden, also leben wir in einer Scheindemokratie. Nach dem Motto: &#8220;Man darf alles sagen, aber keiner hört zu&#8221;. Nach der Devise werden auch die Menschen in diesem Staat von den Medien vor allem durchs Fernsehen &#8220;verdummt&#8221;. Brot und Spiele, wie im &#8220;alten Rom&#8221;. Was hat uns die Geschichte bezüglich des &#8220;alten Roms&#8221; gelehrt?<br />
Wenn wir es nicht schaffen eine Solidarität zwischen den &#8220;Starken&#8221; und &#8220;Schwachen&#8221; der Gesellschaft zu erreichen, droht uns das gleiche Schicksal, wie dem &#8220;alten Rom&#8221;. Wobei es dann kein Schicksal wäre!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von multze zu Gibt es keine Solidarität mehr in Deutschland?</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/08/20/gibt-es-keine-solidaritat-mehr-in-deutschland/#comment-444</link>
		<dc:creator>multze</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2006 13:30:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=47#comment-444</guid>
		<description>Solidarität.

&lt;i&gt;Damit verstehe ich die Anteilnahme und auch Hilfe von Menschen, die sich in einer schwierigeren materiellen und immateriellen Lage befinden.&lt;/i&gt; Das ist zu eng gefasst. Die Uni Leipzig (Wortschatz-Lexikon) liefert als Synonyme zu Solidarität: Gemeinsamkeit, Gemeinschaftsgeist, Gemeinsinn, Kameradschaft, Verbundenheit, Zusammengehörigkeit, Übereinstimmung. Solidarität ist also die geistige und emotionale Basis für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft, in Deiner Fragestellung also der Menschen in Deutschland. Du schränkst den Begriff Solidarität auf das ein, was ich als "Soziale Solidarität" präzisieren möchte. Wir brauchen für den Erfolg unseres Staatsvolks jedoch die vollständige Bandbreite dessen, was Solidarität meint.

&lt;i&gt;In Ostdeutschland geschah diese Anpassung nicht nur freiwillig...&lt;/i&gt; In Westdeutschland auch nicht! Angst und Misstrauen gegenüber den Besatzungssoldaten waren mir in Kindheitstagen (geboren 1947 in der britischen Zone) durchaus vertraut, aber diese Vorbehalte verloren sich im Westen weit früher als im Osten. 

&lt;i&gt;Heute befinden wir uns in einem Zustand der Orientierungslosigkeit.&lt;/i&gt; Ich denke eher, unser Zustand ist der eines späten, zaghaften und umsichtigen Versuchs, die drückende Last der Nazi-Vergangenheit abzulegen und eine Position in der Völkergemeinschaft zurück zu gewinnen, die der geistigen und wirtschaftlichen Rolle Deutschlands in der Welt entspricht - ohne dabei diese Vergangenheit zu vergessen oder zu verschweigen. Dies ist auch an der Zeit, nachdem die letzten Mitbürger, die sich durch bewusstes, aktives Handeln am Werk Hitlers beteiligt haben, um die 85 sind und damit nur noch ein aussterbendes Randphänomen in der heutigen Gesellschaft darstellen.

&lt;i&gt;Angela Merkel, als Bundeskanzlerin, öffnet sich wieder den außenpolitischen Zielsetzungen der USA...&lt;/i&gt; Die deutsche Außenpolitik ist m. E. eher bruchlos von rot-grün auf schwarz-rot übergegangen, dafür sorgt schon die Kontinuität der Person Steinmeier. Die Große Koalition steht hinter der Irak-Abstinenz Schröders. Dass Merkel von Bush freundliche Komplimente erhält, liegt wohl eher daran, dass Bush im eigenen Lande punkten will. Differenzen bestehen zwischen beiden so wie zwischen Bush und Schröder - sie werden nur nicht so offen ausgesprochen sondern diplomatisch verklärt. &lt;i&gt;Alles Deutsche wird reduziert auf die Verbrechen und die Weltanschauungen der Nationalsozialisten.&lt;/i&gt; Wurde. Die Menschen in anderen Ländern haben längst begriffen, dass das Deutschland von heute mit den Nazis nichts zu tun hat. Und, wie oben schon gesagt, sind auch die Deutschen selbst längst auf einem behutsamen Weg, sich von der Vergangeheit zu lösen. 

&lt;i&gt;Dadurch, dass wir jegliche Eigenständigkeit ablehnen, treiben wir außenpolitisch ohne Orientierung durch den Raum, mit der Gefahr, dass unsere einzige Orientierung am schnöden Mammon hängt.&lt;/i&gt; Ich sehe nicht, dass wir Eigenständigkeit ablehnen, vielleicht trauen wir uns noch nicht genug davon zu. Im übrigen war die Orientierung am Mammon die Basis unseres früheren wirtschaftlichen Erfolgs, und gerade dieser gute alte Leistungswille, der Deutschland einmal zum Wirtschaftswunder geführt hat, bedarf dringend einer Auffrischung, um die seit Jahren anhaltende Schwäche zu überwinden - nur in wirtschaftlicher Stärke können die Mittel aufgebracht werden, die zur "Sozialen Solidarität" erforderlich sind. 

&lt;i&gt;Für Notlagen ist sowieso der Staat zuständig.&lt;/i&gt; Niemals! Für Notlagen muss jeder Mensch selbst vorsorgen. Nur weil der Mensch zu dumm war und ist, um das von selbst zu tun, hat der Staat ihm seit rund 120 Jahren vorgeschrieben, dass er mindestens eine Krankenversicherung und eine Rentenversicherung haben muss.

&lt;i&gt;Insbesondere wohlhabende Menschen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden, dieses Staatswesen zu tragen, und nicht durch z.B. Drohungen, den Wirtschaftsstandort für ihr Unternehmen zu verlagern, möglichst viel Geld aus diesem Staatswesen zu pressen. Das ist asozial.&lt;/i&gt; Wenn der Staat die Rahmenbedingungen so setzt, dass sich Produzieren in Deutschland wieder lohnt, wird kein Unternehmen die Produktion ins Ausland verlagern. Asozial sind also nicht die Unternehmer sondern der Staat, der mit den kompliziertesten und ungerechtesten Gesetzesregelungen der Welt die Unternehmen außer Landes treibt. Und asozial sind die Gewerkschaften, weil die nur zum Wohle der 90 % der potentiell Werktätigen handeln, die Arbeit haben und Gewerkschaftsbeiträge zahlen (soweit sie in einer Gewerkschaft sind), sich aber einen Dreck darum kümmern, was mit den 10 % Arbeitslosen passiert - die zahlen ja auch keine Gewerkschaftsbeiträge.

&lt;i&gt;Auf der anderen Seite müssen viele Menschen von einer Versorgungsmentalität durch Staat abstand nehmen.&lt;/i&gt; Richtig erkannt.

&lt;i&gt;Außenpolitisch schafft man diese „europäische“ Identität am besten, wenn man sich vom großen Bruder USA entfernt. Bei der heutigen verbrecherischen Außenpolitik der USA dürfte das kein großes Problem sein.&lt;/i&gt; Die Abgrenzung zur USA ist auf wichtigen Gebieten (z. B. Irak) vorhanden, auf anderen Gebieten (z.B. Iran) jedoch weder wünschenswert noch sinnvoll. Im übrigen bedeutet Abgrenzung noch keine eigene Identität, die setzt vielmehr voraus, dass man sich eigene Ziele setzt und diese Ziele mit aller Kraft verfolgt. Dabei zweifle ich jedoch, dass die Ziele, die wir Deutschen uns setzen sollten, in allen Punkten mit den Zielen unserer europäischen Partner übereinstimmen - wir stehen auch zu unseren europäischen Freunden in Konkurrenz.

Die (Soziale) Solidarität, die Du innerhalb Deutschlands einforderst, braucht als Basis ein starkes Deutschland. Zu einem starken Deutschland passt kein 16. Platz bei Pisa und kein 25. Platz beim Wirtschaftswachstum und kein 23. Platz bei der Arbeitslosigkeit. Die Solidarität, die wir als Staat im europäischen Rahmen sehr wohl zeigen, müssen wir als Menschen in unserem Staat auch wieder stärker nach innen anzuwenden lernen - und die Basis dafür schaffen. Der von Bundespräsident Herzog vor Jahren beschworene »Ruck, der durch Deutschland geht« ist erst einmal ein Ruck in unseren Köpfen: Zielsetzungen müssen her und der feste Wille, die gesetzten Ziele auch zu erreichen. Weder die alte noch die neue Regierung hat die notwendigen Impulse dafür geben können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Solidarität.</p>
<p><i>Damit verstehe ich die Anteilnahme und auch Hilfe von Menschen, die sich in einer schwierigeren materiellen und immateriellen Lage befinden.</i> Das ist zu eng gefasst. Die Uni Leipzig (Wortschatz-Lexikon) liefert als Synonyme zu Solidarität: Gemeinsamkeit, Gemeinschaftsgeist, Gemeinsinn, Kameradschaft, Verbundenheit, Zusammengehörigkeit, Übereinstimmung. Solidarität ist also die geistige und emotionale Basis für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft, in Deiner Fragestellung also der Menschen in Deutschland. Du schränkst den Begriff Solidarität auf das ein, was ich als &#8220;Soziale Solidarität&#8221; präzisieren möchte. Wir brauchen für den Erfolg unseres Staatsvolks jedoch die vollständige Bandbreite dessen, was Solidarität meint.</p>
<p><i>In Ostdeutschland geschah diese Anpassung nicht nur freiwillig&#8230;</i> In Westdeutschland auch nicht! Angst und Misstrauen gegenüber den Besatzungssoldaten waren mir in Kindheitstagen (geboren 1947 in der britischen Zone) durchaus vertraut, aber diese Vorbehalte verloren sich im Westen weit früher als im Osten. </p>
<p><i>Heute befinden wir uns in einem Zustand der Orientierungslosigkeit.</i> Ich denke eher, unser Zustand ist der eines späten, zaghaften und umsichtigen Versuchs, die drückende Last der Nazi-Vergangenheit abzulegen und eine Position in der Völkergemeinschaft zurück zu gewinnen, die der geistigen und wirtschaftlichen Rolle Deutschlands in der Welt entspricht - ohne dabei diese Vergangenheit zu vergessen oder zu verschweigen. Dies ist auch an der Zeit, nachdem die letzten Mitbürger, die sich durch bewusstes, aktives Handeln am Werk Hitlers beteiligt haben, um die 85 sind und damit nur noch ein aussterbendes Randphänomen in der heutigen Gesellschaft darstellen.</p>
<p><i>Angela Merkel, als Bundeskanzlerin, öffnet sich wieder den außenpolitischen Zielsetzungen der USA&#8230;</i> Die deutsche Außenpolitik ist m. E. eher bruchlos von rot-grün auf schwarz-rot übergegangen, dafür sorgt schon die Kontinuität der Person Steinmeier. Die Große Koalition steht hinter der Irak-Abstinenz Schröders. Dass Merkel von Bush freundliche Komplimente erhält, liegt wohl eher daran, dass Bush im eigenen Lande punkten will. Differenzen bestehen zwischen beiden so wie zwischen Bush und Schröder - sie werden nur nicht so offen ausgesprochen sondern diplomatisch verklärt. <i>Alles Deutsche wird reduziert auf die Verbrechen und die Weltanschauungen der Nationalsozialisten.</i> Wurde. Die Menschen in anderen Ländern haben längst begriffen, dass das Deutschland von heute mit den Nazis nichts zu tun hat. Und, wie oben schon gesagt, sind auch die Deutschen selbst längst auf einem behutsamen Weg, sich von der Vergangeheit zu lösen. </p>
<p><i>Dadurch, dass wir jegliche Eigenständigkeit ablehnen, treiben wir außenpolitisch ohne Orientierung durch den Raum, mit der Gefahr, dass unsere einzige Orientierung am schnöden Mammon hängt.</i> Ich sehe nicht, dass wir Eigenständigkeit ablehnen, vielleicht trauen wir uns noch nicht genug davon zu. Im übrigen war die Orientierung am Mammon die Basis unseres früheren wirtschaftlichen Erfolgs, und gerade dieser gute alte Leistungswille, der Deutschland einmal zum Wirtschaftswunder geführt hat, bedarf dringend einer Auffrischung, um die seit Jahren anhaltende Schwäche zu überwinden - nur in wirtschaftlicher Stärke können die Mittel aufgebracht werden, die zur &#8220;Sozialen Solidarität&#8221; erforderlich sind. </p>
<p><i>Für Notlagen ist sowieso der Staat zuständig.</i> Niemals! Für Notlagen muss jeder Mensch selbst vorsorgen. Nur weil der Mensch zu dumm war und ist, um das von selbst zu tun, hat der Staat ihm seit rund 120 Jahren vorgeschrieben, dass er mindestens eine Krankenversicherung und eine Rentenversicherung haben muss.</p>
<p><i>Insbesondere wohlhabende Menschen müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden, dieses Staatswesen zu tragen, und nicht durch z.B. Drohungen, den Wirtschaftsstandort für ihr Unternehmen zu verlagern, möglichst viel Geld aus diesem Staatswesen zu pressen. Das ist asozial.</i> Wenn der Staat die Rahmenbedingungen so setzt, dass sich Produzieren in Deutschland wieder lohnt, wird kein Unternehmen die Produktion ins Ausland verlagern. Asozial sind also nicht die Unternehmer sondern der Staat, der mit den kompliziertesten und ungerechtesten Gesetzesregelungen der Welt die Unternehmen außer Landes treibt. Und asozial sind die Gewerkschaften, weil die nur zum Wohle der 90 % der potentiell Werktätigen handeln, die Arbeit haben und Gewerkschaftsbeiträge zahlen (soweit sie in einer Gewerkschaft sind), sich aber einen Dreck darum kümmern, was mit den 10 % Arbeitslosen passiert - die zahlen ja auch keine Gewerkschaftsbeiträge.</p>
<p><i>Auf der anderen Seite müssen viele Menschen von einer Versorgungsmentalität durch Staat abstand nehmen.</i> Richtig erkannt.</p>
<p><i>Außenpolitisch schafft man diese „europäische“ Identität am besten, wenn man sich vom großen Bruder USA entfernt. Bei der heutigen verbrecherischen Außenpolitik der USA dürfte das kein großes Problem sein.</i> Die Abgrenzung zur USA ist auf wichtigen Gebieten (z. B. Irak) vorhanden, auf anderen Gebieten (z.B. Iran) jedoch weder wünschenswert noch sinnvoll. Im übrigen bedeutet Abgrenzung noch keine eigene Identität, die setzt vielmehr voraus, dass man sich eigene Ziele setzt und diese Ziele mit aller Kraft verfolgt. Dabei zweifle ich jedoch, dass die Ziele, die wir Deutschen uns setzen sollten, in allen Punkten mit den Zielen unserer europäischen Partner übereinstimmen - wir stehen auch zu unseren europäischen Freunden in Konkurrenz.</p>
<p>Die (Soziale) Solidarität, die Du innerhalb Deutschlands einforderst, braucht als Basis ein starkes Deutschland. Zu einem starken Deutschland passt kein 16. Platz bei Pisa und kein 25. Platz beim Wirtschaftswachstum und kein 23. Platz bei der Arbeitslosigkeit. Die Solidarität, die wir als Staat im europäischen Rahmen sehr wohl zeigen, müssen wir als Menschen in unserem Staat auch wieder stärker nach innen anzuwenden lernen - und die Basis dafür schaffen. Der von Bundespräsident Herzog vor Jahren beschworene »Ruck, der durch Deutschland geht« ist erst einmal ein Ruck in unseren Köpfen: Zielsetzungen müssen her und der feste Wille, die gesetzten Ziele auch zu erreichen. Weder die alte noch die neue Regierung hat die notwendigen Impulse dafür geben können.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von multze zu Leben mit Hartz IV</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/05/29/leben-mit-hartz-iv/#comment-443</link>
		<dc:creator>multze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 11:28:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=46#comment-443</guid>
		<description>Ich &lt;i&gt;zitiere kursiv&lt;/i&gt;, um den Bezug zu Statements des Artikels direkt herzustellen.

&lt;i&gt;Das kann bedeuten, dass man bei Arbeitslosigkeit, nach langer Berufstätigkeit, viel Geld in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat, aber man nur wenig wieder davon erhält. Sehr ungerecht...&lt;/i&gt; Diese Einschätzung offenbart ein tiefes Missverständnis: Die Arbeitslosenversicherung ist keine Kapitalversicherung sondern eine Risikoversicherung, die man abschließt, damit man möglichst GAR NICHTS von den einbezahlten Beträgen zurück bekommt, ähnlich wie bei einer Risiko-Lebensversicherung, die man auch nur abschließt, um im Falle des eigenen, frühen Todes den hinterbliebenen Familienmitgliedern ein Weiterexistieren zu ermöglichen.

&lt;i&gt;Für mich ist es ein Verschärfen der gesellschaftlichen Verhältnisse hin zu einem “Dschungelkapitalismus” (d.h. hier gilt das Recht des Stärkeren).&lt;/i&gt; Das Recht des Stärkeren gilt überall, auch in der arbeitenden Bevölkerung: Nur der gutverdienende Stärkere kann sich ein eigenes Haus, ein teures Auto, Designerklamotten, Urlaub auf den Seychellen oder echten Kaviar leisten. Ziel einer sozialen Politik kann es nicht sein, dass es allen gut geht - das ist nun einmal nicht bezahlbar. Ziel einer sozialen Politik kann und muss es sein, jedem die Chance zu geben, seine Situation durch eigene Anstrengung zu verbessern. Und ihm, wenn das nicht gelingt, im Notfall ein Existenzminimum zu sichern. Daraus ergibt sich in einem sozialen Staat die Pflicht des Stärkeren, für dieses Existenzminimum Abgaben zu entrichten.

&lt;i&gt;Wobei Menschen nach anhaltender Arbeitslosigkeit politisch und gesellschaftlich entmündigt werden.&lt;/i&gt; Das stimmt nicht. Auch ein Langfrist-Arbeitsloser darf wählen und sich wählen lassen, sich politisch aktiven Gruppen anschließen und seine Zeit mit politischer Arbeit füllen. Das geschieht auch, ich kenne z. B. Arbeitslose auf Wahllisten. Er wird auch nicht gesellschaftlich entmündigt sondern darf alles tun, was ihm Freude macht - solange er es bezahlen kann. Aber an die Grenzen des Bezahlenkönnens stößt ein arbeitender Normalbürger auch recht rasch: Auch viele Werktätige verbringen notgedrungen ihren Urlaub zu Haus und müssen rechnen, wie oft im Monat die Kinder ins Schwimmbad gehen können.

&lt;i&gt;...dass man, in meinen Augen, entwürdigende 1 €-Jobs annehmen muss.&lt;/i&gt; Kein Job ist entwürdigend, es sei denn, die abverlangte Tätigkeit verletzt die Menschenrechte. Ein symbolisches Entgelt von 1 € ist zwar in der Regel keine angemessene Belohnung für die geleistete Arbeit, sondern eben nur eine »Mehraufwandsentschädigung«, aber wer einen 1 €-Job annimmt, erhält ja zusätzlich Arbeitslosengeld, also insgesamt ein Einkommen, mit dem man (gerade noch) leben kann. Richtig wäre es, wenn JEDER Empfänger von ALG II eine Tätigkeit annehmen müsste, also wenn &lt;i&gt;der Staat Arbeit organisieren&lt;/i&gt; würde und den ALG-Empfängern damit das Gefühl nähme, Geld ohne jede Gegenleistung zu erhalten.

&lt;i&gt;„Wenn ich arbeiten will, bekomme ich auch Arbeit“. Das mag sogar stimmen...&lt;/i&gt; Nein, es stimmt gewiss nicht: Es gibt rund 4 Millionen Arbeitsplätze zu wenig in Deutschland.

&lt;i&gt;Letztendlich bin ich zum Arbeitssklaven mutiert und ich bin nicht davor gefeit, dass ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht wieder umziehen und alles hinter mir lassen muss.&lt;/i&gt; Daran ist nichts Schlimmes. Historisch gesehen hat es stets Völkerwanderungen oder Auswanderungs-Wellen gegeben, seit es Menschen auf der Welt gibt: Menschen verlassen ihre Heimat, in der sich die Existenzbedingungen verschlechtert haben, um andernorts ihr Glück zu suchen. Derzeit tun das z.B. Zigtausende afrikanischer Boot-Flüchtlinge. &lt;i&gt;Folge ich dieser ausbeuterischen Logik aber nicht, bleibe ich zwar heimisch aber arbeitslos und werde von vielen Menschen ausgegrenzt.&lt;/i&gt; Daran war nie und ist auch heute nichts ausbeuterisch, vielmehr handelt es sich um ein vernunftbasiertes Handeln der Betroffenen, die ihre lokalen Chancen mit (erhofften) anderweitigen Bedingungen vergleichen. 

&lt;i&gt;...muss man das Gefühl bekommen, dass die Verantwortlichen in Politik diese zukünftige Realität noch gar nicht wahrgenommen haben.&lt;/i&gt; Politiker erkennen niemals zukünftige Realitäten, siehe z. B. die Schröder-Regierung, die nach Amtsantritt als erstes das einzig weitblickende Werk der letzten Kohl-Regierungsjahre rückgängig gemacht hat: Die erste, zaghafte Anpassung der Renten an die demografische Entwicklung. Einige Monate später hat dann auch Schröder erkannt, dass an dieser Front eine Zeitbombe tickt - sie musste nur erst laut genug ticken, damit er sie hörte. In der Regel erkennen Politiker Probleme erst, wenn es (fast schon) zu spät ist.

&lt;i&gt;Jetzt will die große Koalition in Berlin an der Leistungsgewährung von Hartz IV rumschrauben, d.h. sie reduzieren.&lt;/i&gt; An Reduzierung ist eigentlich nicht gedacht. Aber genauso wie die viel zu komplizierten Steuergesetze Schlupflöcher lassen, die gerechterweise gestopft werden müssen, tun in den komplizerten Regelungen des Hartz IV ebensolche auf, die gerechterweise gestopft werden müssen.

&lt;i&gt;Meine Forderung: Die Hartz-Gesetze abschaffen und einen zweiten Arbeitsmarkt für die von staatlichen Leistungen Betroffene aufbauen.&lt;/i&gt; Die Hartz-Gesetze abschaffen geht sicher nur, wenn man andere, ähnliche Gesetze an ihre Stelle setzt. Es muss ja geregelt sein, wer wann welche Ansprüche auf Unterstützung geltend machen kann. 

Dass der Staat für die gezahlte Unterstützung auch Gegenleistung, also Arbeitsleistung einfordern sollte, ist sicher angemessen. Angemessen ist es jedoch auch, z. B. durch eben die »Mehraufwandsentschädigung« (z. B. 1 € / Stunde) denjenigen, die diese Gegenleistung erbringen, einen finanziellen Vorteil gegenüber demjenigen zu gewähren, der eine solche Gegenleistung nicht erbringt. Denn den Nicht-Leistern das Existenzminimum noch weiter, also unter das Existenzminimum zu kürzen, wäre unmenschlich und daher nicht möglich.

Ein »zweiter Arbeitsmarkt« birgt jedoch die riesige Gefahr, dass für jeden hier geschaffenen Arbeitsplatz ein (oder auch nur ein halber) Arbeitsplatz auf dem »ersten Arbeitsmarkt« verloren geht - und das wäre die schlechteste Entwicklung, die sich ergeben könnte.

Vermeiden kann man eine solche Entwicklung nur, wenn die Arbeitsplätze des »zweiten Arbeitsmarkts« ausschließlich und sehr strikt auf solche Tätigkeiten zu begrenzen, die zwar nützlich sind, die es aber heute nicht oder zu wenig gibt, weil z.B. das Geld dafür fehlt. Beispiel: Alten- und Krankenhilfe, Kinderbeaufsichtigung und -anleitung, Aufsichts- und Ordnungsdienste, Reinhaltungsarbeiten - kurz: vieles was auch von Zivis oder Ehrenamtlichen gemacht wird. Die Frage ist nur, ob dieses Spektrum für 4 Millionen oder mehr ausreichend ist - ich bezweifle das stark.

Im übrigen ist »mehr Staat« und »mehr Regulierung« immer schlechter und vor allem teurer als weniger. Warum sollte der Staat stattdessen nicht Entwicklungen fördern, die zu mehr regulären Arbeitsplätzen (im »ersten Arbeitsmarkt«) führen? Unser eigentliches Problem besteht darin, dass alle davon reden, etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun zu wollen, aber niemand wirklich etwas tut sondern nur - siehe Hartz - die Kosten für die Arbeitslosigkeit senkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich <i>zitiere kursiv</i>, um den Bezug zu Statements des Artikels direkt herzustellen.</p>
<p><i>Das kann bedeuten, dass man bei Arbeitslosigkeit, nach langer Berufstätigkeit, viel Geld in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt hat, aber man nur wenig wieder davon erhält. Sehr ungerecht&#8230;</i> Diese Einschätzung offenbart ein tiefes Missverständnis: Die Arbeitslosenversicherung ist keine Kapitalversicherung sondern eine Risikoversicherung, die man abschließt, damit man möglichst GAR NICHTS von den einbezahlten Beträgen zurück bekommt, ähnlich wie bei einer Risiko-Lebensversicherung, die man auch nur abschließt, um im Falle des eigenen, frühen Todes den hinterbliebenen Familienmitgliedern ein Weiterexistieren zu ermöglichen.</p>
<p><i>Für mich ist es ein Verschärfen der gesellschaftlichen Verhältnisse hin zu einem “Dschungelkapitalismus” (d.h. hier gilt das Recht des Stärkeren).</i> Das Recht des Stärkeren gilt überall, auch in der arbeitenden Bevölkerung: Nur der gutverdienende Stärkere kann sich ein eigenes Haus, ein teures Auto, Designerklamotten, Urlaub auf den Seychellen oder echten Kaviar leisten. Ziel einer sozialen Politik kann es nicht sein, dass es allen gut geht - das ist nun einmal nicht bezahlbar. Ziel einer sozialen Politik kann und muss es sein, jedem die Chance zu geben, seine Situation durch eigene Anstrengung zu verbessern. Und ihm, wenn das nicht gelingt, im Notfall ein Existenzminimum zu sichern. Daraus ergibt sich in einem sozialen Staat die Pflicht des Stärkeren, für dieses Existenzminimum Abgaben zu entrichten.</p>
<p><i>Wobei Menschen nach anhaltender Arbeitslosigkeit politisch und gesellschaftlich entmündigt werden.</i> Das stimmt nicht. Auch ein Langfrist-Arbeitsloser darf wählen und sich wählen lassen, sich politisch aktiven Gruppen anschließen und seine Zeit mit politischer Arbeit füllen. Das geschieht auch, ich kenne z. B. Arbeitslose auf Wahllisten. Er wird auch nicht gesellschaftlich entmündigt sondern darf alles tun, was ihm Freude macht - solange er es bezahlen kann. Aber an die Grenzen des Bezahlenkönnens stößt ein arbeitender Normalbürger auch recht rasch: Auch viele Werktätige verbringen notgedrungen ihren Urlaub zu Haus und müssen rechnen, wie oft im Monat die Kinder ins Schwimmbad gehen können.</p>
<p><i>&#8230;dass man, in meinen Augen, entwürdigende 1 €-Jobs annehmen muss.</i> Kein Job ist entwürdigend, es sei denn, die abverlangte Tätigkeit verletzt die Menschenrechte. Ein symbolisches Entgelt von 1 € ist zwar in der Regel keine angemessene Belohnung für die geleistete Arbeit, sondern eben nur eine »Mehraufwandsentschädigung«, aber wer einen 1 €-Job annimmt, erhält ja zusätzlich Arbeitslosengeld, also insgesamt ein Einkommen, mit dem man (gerade noch) leben kann. Richtig wäre es, wenn JEDER Empfänger von ALG II eine Tätigkeit annehmen müsste, also wenn <i>der Staat Arbeit organisieren</i> würde und den ALG-Empfängern damit das Gefühl nähme, Geld ohne jede Gegenleistung zu erhalten.</p>
<p><i>„Wenn ich arbeiten will, bekomme ich auch Arbeit“. Das mag sogar stimmen&#8230;</i> Nein, es stimmt gewiss nicht: Es gibt rund 4 Millionen Arbeitsplätze zu wenig in Deutschland.</p>
<p><i>Letztendlich bin ich zum Arbeitssklaven mutiert und ich bin nicht davor gefeit, dass ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht wieder umziehen und alles hinter mir lassen muss.</i> Daran ist nichts Schlimmes. Historisch gesehen hat es stets Völkerwanderungen oder Auswanderungs-Wellen gegeben, seit es Menschen auf der Welt gibt: Menschen verlassen ihre Heimat, in der sich die Existenzbedingungen verschlechtert haben, um andernorts ihr Glück zu suchen. Derzeit tun das z.B. Zigtausende afrikanischer Boot-Flüchtlinge. <i>Folge ich dieser ausbeuterischen Logik aber nicht, bleibe ich zwar heimisch aber arbeitslos und werde von vielen Menschen ausgegrenzt.</i> Daran war nie und ist auch heute nichts ausbeuterisch, vielmehr handelt es sich um ein vernunftbasiertes Handeln der Betroffenen, die ihre lokalen Chancen mit (erhofften) anderweitigen Bedingungen vergleichen. </p>
<p><i>&#8230;muss man das Gefühl bekommen, dass die Verantwortlichen in Politik diese zukünftige Realität noch gar nicht wahrgenommen haben.</i> Politiker erkennen niemals zukünftige Realitäten, siehe z. B. die Schröder-Regierung, die nach Amtsantritt als erstes das einzig weitblickende Werk der letzten Kohl-Regierungsjahre rückgängig gemacht hat: Die erste, zaghafte Anpassung der Renten an die demografische Entwicklung. Einige Monate später hat dann auch Schröder erkannt, dass an dieser Front eine Zeitbombe tickt - sie musste nur erst laut genug ticken, damit er sie hörte. In der Regel erkennen Politiker Probleme erst, wenn es (fast schon) zu spät ist.</p>
<p><i>Jetzt will die große Koalition in Berlin an der Leistungsgewährung von Hartz IV rumschrauben, d.h. sie reduzieren.</i> An Reduzierung ist eigentlich nicht gedacht. Aber genauso wie die viel zu komplizierten Steuergesetze Schlupflöcher lassen, die gerechterweise gestopft werden müssen, tun in den komplizerten Regelungen des Hartz IV ebensolche auf, die gerechterweise gestopft werden müssen.</p>
<p><i>Meine Forderung: Die Hartz-Gesetze abschaffen und einen zweiten Arbeitsmarkt für die von staatlichen Leistungen Betroffene aufbauen.</i> Die Hartz-Gesetze abschaffen geht sicher nur, wenn man andere, ähnliche Gesetze an ihre Stelle setzt. Es muss ja geregelt sein, wer wann welche Ansprüche auf Unterstützung geltend machen kann. </p>
<p>Dass der Staat für die gezahlte Unterstützung auch Gegenleistung, also Arbeitsleistung einfordern sollte, ist sicher angemessen. Angemessen ist es jedoch auch, z. B. durch eben die »Mehraufwandsentschädigung« (z. B. 1 € / Stunde) denjenigen, die diese Gegenleistung erbringen, einen finanziellen Vorteil gegenüber demjenigen zu gewähren, der eine solche Gegenleistung nicht erbringt. Denn den Nicht-Leistern das Existenzminimum noch weiter, also unter das Existenzminimum zu kürzen, wäre unmenschlich und daher nicht möglich.</p>
<p>Ein »zweiter Arbeitsmarkt« birgt jedoch die riesige Gefahr, dass für jeden hier geschaffenen Arbeitsplatz ein (oder auch nur ein halber) Arbeitsplatz auf dem »ersten Arbeitsmarkt« verloren geht - und das wäre die schlechteste Entwicklung, die sich ergeben könnte.</p>
<p>Vermeiden kann man eine solche Entwicklung nur, wenn die Arbeitsplätze des »zweiten Arbeitsmarkts« ausschließlich und sehr strikt auf solche Tätigkeiten zu begrenzen, die zwar nützlich sind, die es aber heute nicht oder zu wenig gibt, weil z.B. das Geld dafür fehlt. Beispiel: Alten- und Krankenhilfe, Kinderbeaufsichtigung und -anleitung, Aufsichts- und Ordnungsdienste, Reinhaltungsarbeiten - kurz: vieles was auch von Zivis oder Ehrenamtlichen gemacht wird. Die Frage ist nur, ob dieses Spektrum für 4 Millionen oder mehr ausreichend ist - ich bezweifle das stark.</p>
<p>Im übrigen ist »mehr Staat« und »mehr Regulierung« immer schlechter und vor allem teurer als weniger. Warum sollte der Staat stattdessen nicht Entwicklungen fördern, die zu mehr regulären Arbeitsplätzen (im »ersten Arbeitsmarkt«) führen? Unser eigentliches Problem besteht darin, dass alle davon reden, etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun zu wollen, aber niemand wirklich etwas tut sondern nur - siehe Hartz - die Kosten für die Arbeitslosigkeit senkt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Reimond zu Gibt es keine Solidarität mehr in Deutschland?</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/08/20/gibt-es-keine-solidaritat-mehr-in-deutschland/#comment-442</link>
		<dc:creator>Reimond</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 20:41:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=47#comment-442</guid>
		<description>Aus dem Kommentar lese ich, dass Solidarität, etwas Obsukeres Unheimliches sein muss. Nach meiner Vorstellung hat der Begriff Solidarität keine Tradition in Deutschland. Hier ist keinesfalls die altruistische Version des Christentums gemeint, sondern der nötige "Kitt" für das Zusammenleben einer Gesellschaft. Leider sehe ich nicht sehr positiv in die Zukunft, was diese Solidarität angeht. Ich denke wir sind auf dem besten Weg eine "Demokratie" nach den Gesetzen des Dschungels zu verwirklichen. Damit werden wir einen Scheitelpunkt erreichen, an dem unsere Gesellschaft auseinander fällt.
PS: Wahrscheinlich haben wir diesen Scheitelpunkt schon erreicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Kommentar lese ich, dass Solidarität, etwas Obsukeres Unheimliches sein muss. Nach meiner Vorstellung hat der Begriff Solidarität keine Tradition in Deutschland. Hier ist keinesfalls die altruistische Version des Christentums gemeint, sondern der nötige &#8220;Kitt&#8221; für das Zusammenleben einer Gesellschaft. Leider sehe ich nicht sehr positiv in die Zukunft, was diese Solidarität angeht. Ich denke wir sind auf dem besten Weg eine &#8220;Demokratie&#8221; nach den Gesetzen des Dschungels zu verwirklichen. Damit werden wir einen Scheitelpunkt erreichen, an dem unsere Gesellschaft auseinander fällt.<br />
PS: Wahrscheinlich haben wir diesen Scheitelpunkt schon erreicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Mike zu Gibt es keine Solidarität mehr in Deutschland?</title>
		<link>http://www.realitaet-zukunft.de/2006/08/20/gibt-es-keine-solidaritat-mehr-in-deutschland/#comment-441</link>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 18:53:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.realitaet-zukunft.de/?p=47#comment-441</guid>
		<description>Solidarität? Jesus ist das Vorbild schlechthin. In Solidarität mit der Menschheit hat er sich geopfert für die Menschheit. Dafür wird er verehrt und dafür ist er m.E. auch bewundernswert. Nur: Wer von uns ist zu solcher Solidarität und Opferbereitschaft fähig?
Auf der anderen Seite haben wir den sprichwörtlichen Ebenizer Scrooge, der den grundsätzlichen Gedanken der Selbstverantwortung in die Absurdität des Ultra-Neoliberalismus führt. Ein Volk von Ebenizers ist ein Volk perfekter homo oeconomici.
Zwischen diesen Extremen driftet Deutschland sicherlich in Ebenizers Richtung und eine mögliche Zukunft sehen wir in den stacheldraht-bewehrten Reichen-Reservaten in Südafrika, Costa Rica oder Shanghai. Doch wie soll uns eine Abkehr von den USA und Hinkehr zu Europa helfen nicht den oben skizzierten Weg zu gehen? Diesen Punkt kann ich hier nicht sehen.
Für mich ist Solidarität immer verbunden mit gemeinsamen Gedanken oder gemeinsamen Zielen. In einer pluralistischen Gesellschaft mit seinen vielen Gedanken und Zielen ist Solidarität daher nicht so einfach und umfassend zu leben. Solidarität muss also auf mehr beruhen, vielleicht auf einfacher Mitmenschlichkeit? oder auf Mitgefühl? oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Solidarität? Jesus ist das Vorbild schlechthin. In Solidarität mit der Menschheit hat er sich geopfert für die Menschheit. Dafür wird er verehrt und dafür ist er m.E. auch bewundernswert. Nur: Wer von uns ist zu solcher Solidarität und Opferbereitschaft fähig?<br />
Auf der anderen Seite haben wir den sprichwörtlichen Ebenizer Scrooge, der den grundsätzlichen Gedanken der Selbstverantwortung in die Absurdität des Ultra-Neoliberalismus führt. Ein Volk von Ebenizers ist ein Volk perfekter homo oeconomici.<br />
Zwischen diesen Extremen driftet Deutschland sicherlich in Ebenizers Richtung und eine mögliche Zukunft sehen wir in den stacheldraht-bewehrten Reichen-Reservaten in Südafrika, Costa Rica oder Shanghai. Doch wie soll uns eine Abkehr von den USA und Hinkehr zu Europa helfen nicht den oben skizzierten Weg zu gehen? Diesen Punkt kann ich hier nicht sehen.<br />
Für mich ist Solidarität immer verbunden mit gemeinsamen Gedanken oder gemeinsamen Zielen. In einer pluralistischen Gesellschaft mit seinen vielen Gedanken und Zielen ist Solidarität daher nicht so einfach und umfassend zu leben. Solidarität muss also auf mehr beruhen, vielleicht auf einfacher Mitmenschlichkeit? oder auf Mitgefühl? oder?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

